Hallenbad in Gschwend: „Wasserreich“ erhält Auszeichnung
Die Auszeichnung vom DLRG-Landesverband Württemberg und der Stiftung Wasserrettung ist in Zeiten klammer kommunaler Kassen, in denen viele Schwimmbäder aus Kostengründen und wegen Investitionsstaus auf dem Prüfstand stehen, umso bedeutender. Die beiden technischen Leiter der Gschwender DLRG-Ortsgruppe, Dominik Haida und Marina Kunz, haben deshalb bei der Stiftung Wasserrettung den Antrag auf eine Ehrung des Wasserreichs Gschwend vorgeschlagen – und waren damit erfolgreich. Am vergangenen Mittwoch nahmen Schwimmmeisterin Celine Rieg und Bürgermeister Jochen die Urkunde entgegen.
Diese Auszeichnungen gibt es in drei Kategorien, erklärte Kunz die Vorgehensweise. Stufe eins ist Anfängerschwimmen, Stufe zwei Rettungsschwimmen beziehungsweise Rettungssport und die dritte Stufe ist Aquafitness. Eigentlich hatten die technischen Leiter den Antrag für Stufe zwei gestellt. Im auszufüllenden Fragenkatalog fehlen im Gschwender Hallenbad allerdings Sprung- und Tieftauchmöglichkeiten, weshalb diese Qualitätsstufe von der Prüfungskommission der Stiftung Wasserrettung abgelehnt wurde.
„Ganz tolles Miteinander“
Dafür wurde dem Wasserreich die Stufe eins „Ausbildungsfreundliches Bad“ verliehen, wobei die DLRG-Ortsgruppe nach wie vor Rettungsschwimmkurse mit Erfolg ausrichtet. Die fehlenden Prüfungsmöglichkeiten für Tieftauchen und Sprünge vom Dreimeterbrett werden in Bädern geprüft und abgenommen, wo diese Voraussetzungen erfüllt werden. „Wir sind dankbar, dass wir hier immer trainieren können, auch mal sonntags oder wenn es sonst irgendwie erforderlich ist“, sagte Marina Kunz und überreichte die Urkunde an Bürgermeister Ziehr und Schwimmmeisterin Rieg.
„Es ist ein ganz tolles Miteinander zwischen DLRG und Gemeinde, und davon lebt auch das Bad“, betonte Jochen Ziehr. Und weiter: „Es ist wichtig, dass ihr ausbildet, und wir tun alles, damit das Bad funktioniert. Mit dem Förderverein haben wir den nächsten Step gemacht.“ Sein Dank richtete sich, auch im Namen des Gemeinderats, an das Mitarbeiterteam des Wasserreichs und der DLRG-Ortsgruppe Gschwend.
Aufklärung über Gefahren am und im Wasser
Die Stiftung Wasserrettung wurde am 24. September 1999 mit wohlwollender Unterstützung des Hauses Württemberg unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel im Schloss Friedrichshafen gegründet. Die Mitglieder des DLRG-Landesverbands Württemberg e.V. haben mit ihren Spenden den Grundstein für die Stiftung gelegt.
Am 21.12.1999 wurde die Stiftung vom Regierungspräsidium Stuttgart genehmigt und als gemeinnützig anerkannt. Jährlich ertrinken oder verunglücken tausende Menschen im und am Wasser. Mit großem Engagement ist eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer dabei, über die Gefahren am und im Wasser aufzuklären. Im Notfall bringen sie schnelle und qualifizierte Hilfe.
Quellenangabe und Text: swp.de, Wolfgang Pfister

